Ein Lob der Post und Paketzustellung auf dem Land

Ja, auch die Deutsche Post und DHL kann man mal loben, wenn es paßt. Seit wir hier ländlich wohnen, habe ich mich über vieles gewundert. Erst einmal, ja hier gibt es auch Briefträger, aber ob die kommen oder nicht, wie das geregelt ist, weiß der Henker, aaaaaaaber wenn der Briefträger aus welchen Gründen auch immer halt nicht kommt, bringt  DHL die Briefpost einfach mit.

Als wir zum ersten Mal seit wir hier wohnen in Urlaub fuhren, hatte ich noch ein Paket unterwegs und meinte zu unserer Paketbotin, was ich denn jetzt machen könnte. Kein Problem, meinte sie, ich halte das fest und brings ihnen nach dem Urlaub vorbei, ich bewahre dann auch für die Zeit ihre Post auf, wenn sie das wollen. Wann sind sie wieder da? Ich nannte das Datum und püntlich auf den Tag bekam ich außer dem erwarteten Paket einen großen Umschlag:

Vorgestern hatte ich zwei große Pakete gepackt und auch schon online frankiert, damit ich sie nach dem Einkauf noch zur Post bringen konnte. Hatte sogar schon überlegt wie ich die beiden bestmöglich dahin schaffen könnte, da groß und unhandlich. Als ich von meinem Einkauf zurück kam, meinte mein Mann: Ach übrigens, der Paketmann von DHL hat eben ein Paket gebracht. ALs er die beiden frankierten Pakete liegen sah, meinte er, wenn sie wollen, nehm ich die gleich mit. Ist das ein Service oder ist das ein Service? Ich bin jedenfalls begeistert. Ach ja und kostenlos war das alles auch noch!

Und da diese Unternehmen fast immer nur negativ erwähnt werden ( auch schon von mir, da nehm ich mich nicht aus) darf es doch auch durchaus mal was Positives sein, oder?

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Unser neuer Mitbewohner

zieht am Montag hier bei uns ein. Damit er sich auch richtig wohl fühlt, werde ich bis dahin nichts mehr tun, kann er doch gleich zeigen was er so drauf hat. Unser neuer hat auch einen Namen: ILIVE V5s, aber ich denke wir werden ihm einen einfacheren Namen geben. Andere die einen der Brüder von ihm haben, nannten ihn Schorsch, Fusselchen, Krümel oder ähnlich.

Er hatte schon so viele Vorgänger, wir hatten einen regen Verschleiss an Mitbewohnern, kaum einer genügte unseren Ansprüchen. Der eine machte zu vieles kaputt, der andere war zu laut, zu schwach, einer wurde innerhalb von ein paar Minuten so heiss, noch nicht mal der für den, so richtig was investiert wurde, ich glaube er hiess Herr Vorwerk,  machte es richtig.

Mittlerweile sind wir beide nicht mehr so gut gesundheitlich beieinander und so haben wir uns entschlossen, jemanden aufzunehmen, der es für uns macht. Er kann trocken, er kann nass, und er hält volle 90 Minuten durch. Wenn er seinen Platz bei uns eingenommen hat, werde ich berichten ob er wirklich so gut ist, wie er soll.

 

P.S: er ist da, er ist gut, und er heisst Robby 🙂

 

Rentnerhobbys

Ja, sowas gibt es*grins* aber natürlich darf und kann man diese Hobbys auch haben, wenn man jung, knackig und noch voll im Arbeitsleben steht.

Als ich wußte, daß ich irgendwann einmal nicht mehr arbeiten gehen muss, habe ich  mir Gedanken darüber gemacht womit man sich in seiner vielen Freizeit ( die Rentner ja eigentlich nie haben) beschäftigen kann und als allererstes hatte ich vor zu malen. Also habe ich mir den Grundstock dafür zugelegt: Leinwände, Acrylfarben, Wasserfarben, Ölfarben, jede Menge Pinsel usw.  Nachdem ich allerdings so 3 oder 4 fertig hatte, wusste ich definitiv, das ist nicht meins, Malen kann ich einfach nicht 😦

Irgendwann entdeckte ich im Internet ein Knopfbild und wusste, genau das will ich machen. Zuerst schaute ich mal was so in meinen Beständen an Knöpfen vorhanden war, was allerdings nicht sehr viel hergab und dann machte ich einen Großeinkauf, sowohl im Internet als auch bei Ac..on, Te.i oder K.k. Dazu dann Strasssteinchen, Mosaiksteine etc. und natürlich Boxen, jede Menge Boxen, damit man auch alles nach Farben und Größen sortieren kann.

Das erste Motiv war schnell gefunden, es wurde das Weihnachtsgeschenk für meine Schwägerin und da es uns selbst so gut gefiel, habe ich gleich noch ein zweites davon für uns gemacht.

Danach folgten dann noch zwei größere andere:

Und da man nicht immer nur Knopfbilder schaffen kann (ausser denen, die ich hier zeige, gibts noch ganz viele kleine) weil man ja gar keinen Platz zum Aufhängen hat, fand ich noch ein weiteres Hobby, was leider leider süchtig macht, nämlich das Diamond Painting. Man sucht sich ein Bild bzw. Motiv aus, was einem gefällt, erhält eine Vorlage mit Nummern und Buchstaben, die eine Art Klebefolie haben,  sowie kleine Glitzersteine in verschiedenen Farben und hinterher erhält man ein wunderschönes glitzerndes Bild. Man kann auch ein eigenes persönliches Foto hochladen und bekommt das dann als Motiv.

Noch während ich beim ersten Bild war, habe ich schon neue geordert, bei Internetfirmen bekommt man diese supergünstig, da sie aus China kommen. Mitllerweile habe ich drei fertig, 6 noch liegen und zum Geburtstag bekomme ich auf meinen Wunsch hin zwei Bilder, eins davon in 30×110 und eins in 60×100.

Zu Beginn habe ich das auf dem Tisch gemacht, mein Nacken hat es mir mit Dauerkopfschmerzen gedankt. Zwischenzeitlich habe ich mir einen Laptopständer gekauft sowie ein LED Leuchtpad in DIN A 4 und eins für die großen Bilder in DIN A 2 und nun ist alles perfekt.

Und so sieht es fertig aus:

Alle Bilder zu zeigen die ich noch liegen habe, ist zuviel aber hier mal die ganz großen beiden, womit ich dann ab Mitte Juli loslege

Tattoo im Alter – die oder das Zweite ;-)

Ich weiß, ich habe damals gesagt, ein einziges Tattoo und dabei bleibt es, und das sollte es auch. Wirklich! Aber wie das so ist, der Wunsch war dann irgendwann da mir ein zweites stechen zu lassen, mit meinem Lebensmotto: NEVER GIVE UP

Vor 4 Wochen habe ich es dann umgesetzt und mir am linken Unterarm diese drei Worte stechen lassen und so sieht es nun aus:

Und ich schwöre wirklich, daß es das letzte war!!!!!!

Songs die tief berühren Teil 2

Letztes Jahr, am 20.September, hatte ich schon einmal in einem Beitrag (Songs die ganz tief berühren) über solche Songs geschrieben, und das möchte ich gerne heute ein wenig fortführen. Manchmal liest man plötzlich von einem Song, hört etwas im Radio oder hat von jetzt auf gleich eine Melodie im Kopf die nicht mehr weg will.

Letzte Tage lief im Fernsehen beim Durchzappen der Song One Way Wind von den Cats, was habe ich früher diesen Song rauf und runter gedudelt und mitgesungen, der Text war heute wie damals immer noch im Kopf. Was ich merkwürdig finde, denn heutzutage die Musik, da merkt man sich noch nicht einmal mehr die Titel. Höre ich heute Hits von früher, egal ob jetzt von Bands oder aber Schlager, könnte ich sie von vorne bis hinten mitsingen. Oder war einfach damals in den 70ern das Gehirn noch aufnahmefähiger? 😉

Aus welchen Gründen auch immer berühren mich sehr Songs, die traurig sind, wie in dem anderen Beitrag Old lang Syne ist es hier das Lied The ships have come to carry you home , ein Lied aus dem Film Lord of the rings. Gefunden habe ich ihn über einen Blog dem ich lange Zeit gefolgt bin, bis für den Blogger dieser Seite  „das Schiff kam um ihn heimzubringen “ 😦

Und dann noch eins, textmäßig ebenfalls ein Lied für die letze Reise, von Sarah Connor Das Leben ist schön.

The Rose von Bette Midler gehört auch zu den Gänsehautsongs für mich, wie auch Always remember us this way von Lady Gaga, ebenso wie Shallow ( diesjähriger Oscargewinner) von ihr und Bradley Cooper zählen zu meinen Favoriten.

Aber ich mags auch etwas lauter und nicht immer nur traurig. Imagine Dragon gehört mit mehrern Songs dazu, Brenner und Eisbrecher.

Aber die Musikfirmen können rausbringen was sie wollen, gegen die Musik unserer Jugend aus dem 70ern kommt  nichts an, gar nichts!!!!!!

 

Ein paar kleine und größere Wünsche

Der größte Wunsch, den wohl so gut wie jeder hat, ein bisschen (viel) Gesundheit, und daß man sich mit 61 noch nicht so fühlt wie mit 81, daß man Ärzte findet, die bemüht sind einem zu helfen, und die einen nicht innerhalb von 2 Minuten abkanzeln, weil sie keine Zeit haben und die zuhören können. Gibt es die?

Fast genauso groß ist der Wunsch, wieder Spass am Leben zu finden, sich an Kleinigkeiten zu erfreuen. Nicht immer alles anfangen und nicht zuende bringen, daß kann ich nämlich gut. Auch mal was durchziehen. Das sollte ich lernen, weil ich nicht so bin, aber es gerne sein möchte.

Etwas hab ich schon geschafft, ich ärgere mich nicht mehr darüber, wenn ich um 3 oder 4 oder 5 Uhr wach werde, vor Schmerzen und weil ich nicht mehr einschlafen kann, und dann aufstehe. Dann mach ich das halt, mache mir auch schon um 4 Uhr mal nen Kaffee,  beschäftige mich mit meinem Tablet, lese, schaue oder spiele,  bleib auf jeden Fall auf oder aber wenn ich merke die Augenlider werden schwer, dann Sofalehne nach hinten oder sogar wieder ins Bett. Das schöne am Rentnerdasein ist, wenn man vormittags oder nachmittags merkt, jetzt ein Stündchen Schlaf, dann macht man das einfach 🙂

Oder ich gehe meinem, im Moment liebsten Hobby nach, der Knopfbastelei (https://knopffuerknopf.home.blog/) . 4 größere Bilder sind schon fertig, das fünfte geht bald in Arbeit. Es macht wahnsinnig viel Spass, ich weiss zwar nicht wofür ich es mache, aber ich habe Freude dran und nur das zählt. Momentan arbeite ich an einem was ich verschenken möchte, meine Lieblingsfusspflege ist umgezogen und dafür baste ich ein Bild mit Füssen aus Knöpfen. Und zur Abwechslung dazwischen mache ich Diamond Painting, irgendwie muss man ja seine Zeit verbringen 😉

Urlaub hatten wir auch mal wieder, eine Woche an der Nordsee, die ja nun nah bei uns ist, um uns mit Urlaubsbekannten zu treffen, die wir vor genau 10 Jahren kennenlernten, seit 10 Jahren nicht gesehen hatten aber den Kotakt immer gehalten haben. Und es war als hätten wir uns nicht 10 Jahre sondern 10 Tage nicht gesehen. Da wir dort ein wirklich tolles Haus hatten, haben wir dann gleich für September nochmal 2 Wochen gebucht. Schaun wir mal obs klappt und wir es wirklich schaffen werden, zu fahren. Auf die Gesundheit bzw. die Krankheiten hat man nun mal absolut keinen Einfluss.

Jetzt ist erst mal  wieder die Terrasse dran, wir freuen uns schon sehr darauf wenn da wieder alles, was von uns neu bepflanzt wurde dann grünt und blüht, diesmal habe ich auch zwei Obststauden in den Pflanzsäulen, ich hoffe daß es funktioniert und diese dann hinterher so aussehen und Früchte tragen wie in dem Katalog von dem Laden.

Und so plätschert halt alles weiter vor sich hin, ich warte sehnsüchtig auf etwas mehr Sonne und Wärme, dann wird bestimmt auch die Laune wieder besser 😉

 

 

 

 

 

Gedanken und Abbitte leisten

Gedanken, die mir in den letzten Wochen oft durch den Kopf gehen sind diejenigen, daß ich nach da oben, in den Himmel zu meine Mum, Abbitte leisten muss. Wie oft habe ich mit ihr zu Lebzeiten, jedenfalls die letzten paar Jahre, gemeckert, wenn ich zu ihr kam und fand sie wie so oft schlafend im Sessel vor, immer und immer wieder. Manchmal versuchte ich sie anzurufen oder schrieb eine SMS, es kam nichts, und wenn du eine Mum hast die sehr alt und krank und gebrechlich ist, dann machst du dir gleich Gedanken und stellst dir das schlimmste vor. Sogar zum Schluss im Heim, wie oft habe ich dann die Pflege dort angerufen: Können Sie mal nachsehen, ich erreiche meine Mutter nicht. Antwort: Die sitzt im Sessel und schläft tief und fest.

Nun bin ich über 60, lebe mit tagtäglichen starken Schmerzen, bekomme dementsprechende Medikamente (Opioide) und schlafe, immer wieder und öfter mal. Ich bekomme keinen Abend mehr eine ganz Fernsehsendung mit, ich kann mit nachmittags hinlegen und schlafe 1-2 Stunden, ich stehe morgens um 5 oder um den Dreh rum auf und schlafe eine halbe Stunde später auf dem Sofa wieder ein, im Sitzen im Liegen…………………… und denke so oft an Mama dabei. Wie oft ich zu ihr gesagt habe: So viel kann man doch gar nicht schlafen, kaum bist du ein paar Minuten alleine, schläfst du usw. Ja Mama, ich versteh dich und ich leiste Abbitte bei dir, und obwohl ich fast 30 Jahre jünger bin geht es mir nun genauso.

Und noch eins, ich hab dich immer ein bisschen gehänselt, weil du immer sehr propper warst und deine Kilos auf der Waage um die 90 Kilo schwankten. Wie oft hab ich zu dir gesagt: Ich? über 70 kg? Nie!!!!!! Nun ja, dann habe ich aufgehört zu rauchen, was mit um die 8 kg mehr beschert hat und ein paar Jahre später wo ich schon längst die 70 kg Schallmauer durchbrochen hatte und mein Spruch dann natürlich war: Aber über 80 kg komme ich nie im Leben! Und es kam dann das was jede Frau mitmacht, manche mehr und manche weniger, die Wechseljahre oder der Extrasommer der Frau.

Tja, liebe Mama, auch wenn du das nie lesen wirst, ich sehe dein Lächeln wenn ich dir jetzt sage, alles dummes Gequatsche was ich da immer von mir gegeben habe, ich habe schon vor einiger Zeit die 90er Schallmauer durchbrochen, und jetzt darfst du nicht nur lächeln, sondern mal herzhaft über mich lachen, über mich und meine ach sooooo große Klappe.